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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

Anthropic führt Gespräche mit Samsung über eigenen KI-Chip

Anthropic, der Entwickler des Claude-Chatbots, befindet sich in frühen konzeptionellen Gesprächen mit Samsung Electronics über die mögliche Entwicklung eines kundenspezifischen KI-Prozessors. Es existieren derzeit keine formellen Entwürfe, Tests oder Produktionspläne.

Das Unternehmen prüft dabei den Einsatz von Samsungs 2-Nanometer-Fertigungs- und Verpackungstechnologie. Primäres Ziel ist die Senkung der Infrastrukturkosten, eine höhere Kontrolle über die Recheninfrastruktur sowie eine Optimierung der Hardware speziell für die Inferenz von Claude-Modellen. Gleichzeitig soll die Lieferkette diversifiziert werden.

Anthropic hat bereits mit der Rekrutierung von Spezialisten begonnen und unter anderem Clive Chan, einen ehemaligen Ingenieur aus OpenAIs Silizium-Team, eingestellt.

Das Unternehmen betont, dass die Exploration eigener Chips keine Abkehr von bestehenden Partnerschaften darstellt. Nvidia-GPUs, AWS Trainium und Google TPUs bleiben zentrale Bestandteile der Rechenstrategie.

Samsung war gemeinsam mit SK Hynix und Micron im Mai 2026 an Anthropics Series-H-Finanzierungsrunde beteiligt.

Der Schritt reiht sich in einen Branchentrend ein, bei dem führende KI-Entwickler wie OpenAI, Google, Amazon und Meta eigene spezialisierte Hardware entwickeln, um Kosten und Abhängigkeiten zu reduzieren. OpenAI hatte erst kürzlich seinen Inferenz-Chip „Jalapeño“ in Zusammenarbeit mit Broadcom vorgestellt.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

Wird Anthropic vollständig auf eigene Chips umstellen?
Nein. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass bestehende Partnerschaften mit Nvidia, AWS und Google fortbestehen und weiterhin die Grundlage der Infrastruktur bilden.

Liegt der Fokus des potenziellen Chips auf Training oder Inferenz?
Der Fokus liegt voraussichtlich auf der KI-Inferenz, da diese langfristig den größten Kostenfaktor bei der Bereitstellung von Modellen wie Claude darstellt.

Befindet sich das Projekt bereits in der Entwicklungsphase?
Nein. Die Gespräche befinden sich noch in einem sehr frühen, konzeptionellen Stadium. Es gibt keine Entwürfe, Prototypen oder festen Zeitpläne.