#KI#AGENTICAI

Veröffentlicht am

Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

Seoul Purpose: Wie NVIDIA und Südkorea die Zukunft der KI gestalten

Jensen Huang, CEO und Gründer von NVIDIA, ist am 5. Juni 2026 zu einem viertägigen Besuch in Seoul eingetroffen. Dies ist seine zweite Reise nach Südkorea innerhalb von sieben Monaten.

Der Besuch folgt auf die GTC Taipei und COMPUTEX 2026. Huangs Agenda konzentriert sich auf die Abstimmung der KI-Lieferkette sowie auf das Potenzial für Robotik und physische KI.

Strategische Treffen mit der koreanischen Industrie

Huang trifft Führungskräfte der großen südkoreanischen Technologiekonzerne: Samsung Electronics, SK Group (einschließlich SK Hynix), Hyundai Motor Group, LG Group und Naver. Die Gespräche drehen sich um High-Bandwidth Memory (HBM)-Chips, den Ausbau von KI-Rechenzentren, Robotik und autonome Fahrtechnologien.

Zudem sind Gespräche mit Gründern koreanischer KI- und Robotik-Startups wie Nota AI, RLWRLD, Upstage und Trillion Labs geplant sowie Besuche des KI-Instituts und des Robotik-Instituts der Seoul National University.

Südkoreas zentrale Rolle in NVIDIAs KI-Strategie

Südkorea gilt für NVIDIA als globales KI-Zentrum mit hochmoderner souveräner KI-Infrastruktur und führender Position in der Robotik. Das Land verfügt über die weltweit höchste Industrieroboterdichte und ist führend in der Herstellung von HBM-Chips, die für NVIDIAs KI-GPUs essenziell sind.

Technologische Schwerpunkte

Im Mittelpunkt stehen die Grace Blackwell-Plattform (GB200 NVL72) sowie die nachfolgende Vera Rubin-Architektur. Vera Rubin integriert eine kundenspezifische CPU mit einer neuen GPU-Architektur und soll signifikant höhere Inferenz- und Trainingsleistung bei verbesserter Energieeffizienz bieten.

Bestehende und geplante Kooperationen

Bereits im Oktober 2025 kündigte NVIDIA auf dem APEC-Gipfel die Bereitstellung von über 250.000 GPUs für die südkoreanische KI-Infrastruktur an. Das Ministerium für Wissenschaft und IKT (MSIT) plant den Einsatz von bis zu 50.000 NVIDIA-GPUs für souveräne KI-Modelle. Mehrere koreanische Konzerne errichten mit NVIDIA-Unterstützung eigene KI-Fabriken mit jeweils über 50.000 GPUs.

NVIDIA arbeitet zudem mit Samsung, SK Telecom, ETRI, KT, LGU+ und der Yonsei University an KI-RAN-Netzwerktechnologien.

Huang bezeichnet Robotik als den nächsten großen Sektor für Südkorea und signalisiert Investitionsbereitschaft. NVIDIA hat mit der Einstellung von Mitarbeitern für ein lokales Forschungs- und Entwicklungszentrum begonnen.

Quelle: NVIDIA Blog

FAQ

Warum besucht Jensen Huang Südkorea so häufig?
Der CEO unterstreicht durch seinen zweiten Besuch innerhalb von sieben Monaten die wachsende strategische Bedeutung Südkoreas für NVIDIAs KI- und Robotik-Strategie, insbesondere als Lieferant von HBM-Chips und Kompetenzzentrum für physische KI.

Welche Technologien stehen im Fokus des Besuchs?
Neben der aktuellen Grace Blackwell-Plattform (GB200 NVL72) liegt ein Schwerpunkt auf der nachfolgenden Vera Rubin-Architektur sowie auf Anwendungen in Robotik, autonomen Fahrzeugen und KI-Rechenzentren.

Welche Rolle spielt Südkorea in NVIDIAs globaler Strategie?
Südkorea wird als zentrales KI-Zentrum gesehen – mit führender HBM-Produktion, höchster Industrieroboterdichte weltweit und starken Partnern für den Aufbau souveräner KI-Infrastruktur und physischer KI.