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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

Erin Brockovich attackiert Geheimhaltung bei KI-Rechenzentren

Erin Brockovich nimmt die mangelnde Transparenz beim Bau von KI-Rechenzentren ins Visier.

Die Umweltaktivistin und Verbraucheranwältin Erin Brockovich hat Ende April 2026 die Plattform „Brockovich AI Data Center Reporting“ (brockovichdatacenter.com) gestartet. Die Crowdsourcing-Karte sammelt Berichte von Bürgern zu bestehenden, im Bau befindlichen oder geplanten Rechenzentren.

Bis zum 24. Mai 2026 wurden über 2.716 Standorte aus 49 Bundesstaaten gemeldet. Texas verzeichnet mit 612 Berichten die meisten Einträge. Insgesamt gingen innerhalb eines Monats mehr als 3.800 Einreichungen ein.

Brockovich kritisiert vor allem die fehlende Transparenz. Viele Projekte würden heimlich vorangetrieben. Anwohner und lokale Beamte würden durch Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) zum Schweigen verpflichtet. Häufig würden Rechenzentren zunächst als Lagerhäuser getarnt.

„Transparenz“ sei das am häufigsten genannte Anliegen der Bürger.

Die Kampagne macht auf erhebliche Umweltauswirkungen aufmerksam. Dazu zählen hoher Strom- und Wasserverbrauch, Lärmbelastung durch Kühlsysteme und Generatoren, zunehmender Elektroschrott sowie Berichte über gesundheitliche Bedenken und Auswirkungen auf Tiere.

Ein einzelnes Hyperscale-Rechenzentrum kann nach Angaben der Initiative so viel Strom verbrauchen wie 50.000 Haushalte. Größere Anlagen können täglich bis zu 5 Millionen Gallonen Wasser benötigen.

Der Widerstand wächst. Über 69 Gerichtsbarkeiten haben Moratorien für den Bau von Rechenzentren erlassen. Lokale Proteste haben bereits zu mehreren Baustopps geführt.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

Welches Ziel verfolgt die neue Plattform von Erin Brockovich?
Die interaktive Karte soll Bürgern ermöglichen, Standorte und Probleme von KI-Rechenzentren zu melden und so mehr Transparenz herzustellen.

Welche Umweltprobleme stehen im Mittelpunkt der Kritik?
Im Fokus stehen vor allem enormer Energie- und Wasserverbrauch, Lärmbelastung, Elektroschrott und mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf Anwohner und Tiere.

Wie reagieren Kommunen auf den Ausbau der Rechenzentren?
In zahlreichen Regionen gibt es wachsenden Widerstand, der bereits zu Moratorien und lokalen Baustopps geführt hat.