ClickUp, der Anbieter einer All-in-One-Projektmanagement-Plattform, hat im Mai 2026 22 Prozent seiner Belegschaft entlassen. CEO Zeb Evans bezeichnet die Maßnahme nicht als Kostensenkung, sondern als strategische Neuausrichtung zu einem „KI-First-Betriebsmodell“ und einer „100x-Organisation“.
Das 2017 gegründete Unternehmen setzte bereits vor den Entlassungen rund 3.000 KI-Agenten intern ein – ein Verhältnis von 3:1 zwischen KI-Agenten und menschlichen Mitarbeitern. ClickUp hatte 2023 „ClickUp AI“ eingeführt, später in „ClickUp Brain“ umbenannt, 2024 „ClickUp Chat“ vorgestellt und Ende 2025 die KI-Codierungsplattform Codegen akquiriert.
Evans skizziert drei neue Arbeitsplatz-Archetypen für die angestrebte 100x-Organisation:
Builders – 10x-Ingenieure und 10x-Produktmanager, die primär KI-Agenten anleiten und deren Output überprüfen, statt selbst Code zu schreiben.
System Managers – Mitarbeiter, die eigene Aufgaben mit KI automatisieren und anschließend Eigentümer der von ihnen geschaffenen KI-Systeme werden.
Front-Liners – Kundennahe Rollen, in denen menschliche Interaktion zentral bleibt und nicht durch automatisierte Agenten ersetzt werden soll.
Die durch die Entlassungen erzielten Einsparungen sollen direkt in die verbleibenden Mitarbeiter reinvestiert werden. Das Unternehmen plant neue Gehaltsbänder von bis zu einer Million US-Dollar pro Jahr für jene, die durch Erstellung oder Management von KI-Systemen einen „100-fachen Einfluss“ erzielen.
Quelle: TechCrunch AI
FAQ
Welche strategische Absicht verfolgt ClickUp mit den Entlassungen?
Die Entlassungen dienen der proaktiven Umstellung auf ein KI-zentriertes Betriebsmodell, das die Orchestrierung von KI-Agenten in den Mittelpunkt stellt, während das Unternehmen finanziell stark aufgestellt ist.
Wie viele KI-Agenten setzt ClickUp intern ein?
Das Unternehmen nutzt rund 3.000 KI-Agenten, was einem Verhältnis von 3:1 zu den verbleibenden menschlichen Mitarbeitern entspricht.
Welche Mitarbeiterprofile werden in der „100x-Organisation“ besonders gefördert?
Besonders gefördert werden „Builders“, die KI-Agenten steuern, „System Managers“, die eigene KI-Systeme aufbauen und besitzen, sowie „Front-Liners“ in kundenorientierten Rollen, in denen menschliche Präsenz unverzichtbar bleibt.