OpenAI erweitert den Lockdown Mode für ChatGPT. Die optionale Sicherheitseinstellung steht seit dem 4. Juni 2026 schrittweise auch für persönliche Konten zur Verfügung.
Einführung und Verfügbarkeit
Der Lockdown Mode wurde ursprünglich am 13. Februar 2026 für Enterprise-, Edu-, Healthcare- und Teacher-Pläne eingeführt. Ab sofort wird die Funktion schrittweise auf Free-, Go-, Plus-, Pro- sowie Self-Service-Business-Konten ausgerollt. Die Aktivierung erfolgt in den Einstellungen unter „Sicherheit und Datenschutz“ → „Erweiterte Sicherheit“ → „Lockdown-Modus“.
Zweck und Funktionsweise
Der Modus dient als letzte Verteidigungslinie gegen Datenexfiltration durch Prompt-Injection-Angriffe. Er begrenzt ausgehende Netzwerkanfragen und ergänzt bestehende Schutzschichten wie Sandboxing und URL-basierte Exfiltrationsabwehr. OpenAI bezeichnet Prompt Injection als herausforderndes Forschungsproblem, das alle großen Sprachmodelle betrifft. Der Lockdown Mode verhindert jedoch nicht das Auftreten von Prompt-Injections im verarbeiteten Inhalt selbst.
Einschränkungen bei aktiviertem Modus
Folgende Funktionen werden eingeschränkt oder deaktiviert:
- Live-Web-Browsing: Beschränkt auf zwischengespeicherte Inhalte, keine externen Live-Anfragen.
- Bildunterstützung: Keine Bildanzeige oder Web-Abruf in regulären Antworten (Bilderzeugung und manuelle Uploads bleiben möglich).
- Deep Research: Deaktiviert.
- Agent Mode: Deaktiviert.
- Canvas Networking: Keine Genehmigung von Netzwerkzugriff für generierten Code.
- Dateidownloads: Kein automatischer Download von Dateien zur Analyse (manuelle Uploads funktionieren).
Speicher-Einstellungen, Konversationsteilung und Modellverbesserung bleiben unberührt und separat konfigurierbar.
Begleitende Funktion
Parallel führt OpenAI den Active Session Manager ein. Dieser ermöglicht die Übersicht und Abmeldung aktiver ChatGPT-Sitzungen auf einzelnen oder allen Geräten.
Quelle: TechCrunch AI
FAQ
Was ist der primäre Zweck des Lockdown Mode?
Er reduziert das Risiko der Datenexfiltration durch Prompt-Injection-Angriffe, indem er ausgehende Netzwerkanfragen stark begrenzt und als finale Barriere wirkt.
Verhindert der Lockdown Mode Prompt-Injection-Angriffe vollständig?
Nein. Er verhindert weder das Auftreten von Injections im verarbeiteten Inhalt noch andere Auswirkungen wie verändertes Modellverhalten oder falsche Antworten.
Für wen ist der Lockdown Mode primär konzipiert?
Für Nutzer und Organisationen, die sensible Daten verarbeiten und bereit sind, Funktionseinschränkungen für einen strengeren Schutz vor Exfiltrationsrisiken in Kauf zu nehmen.