Die Trump-Administration führt seit über einem Jahr Gespräche mit OpenAI über eine mögliche Kapitalbeteiligung. Präsident Donald Trump bestätigte diese Diskussionen am 5. Juni 2026 an Bord der Air Force One.
Trump erklärte, die Regierung könnte Anteile an KI-Unternehmen erwerben, um das amerikanische Volk am Erfolg der Technologie teilhaben zu lassen und als Partner aufzutreten. Er kündigte zudem ein Treffen mit Führungskräften aller großen KI-Unternehmen für die kommende Woche im Weißen Haus an.
OpenAI hatte im April 2026 in einem Grundsatzpapier einen „Public Wealth Fund“ vorgeschlagen, der Bürgern, die nicht am Aktienmarkt partizipieren, ermöglichen soll, vom KI-Wachstum zu profitieren. Eine freiwillige Übertragung von Eigenkapital an die US-Regierung wird als eine mögliche Umsetzungsvariante diskutiert.
Die Initiative steht im Kontext einer Executive Order aus dem Februar 2026 zur Schaffung eines nationalen Staatsfonds. Ziel ist es, den staatlichen Einfluss auf strategisch relevante Technologiefelder zu stärken und wirtschaftliche Erträge breiter zu verteilen.
Für OpenAI könnte eine enge Bindung an die Regierung vor einem möglichen Börsengang regulatorische Stabilität bieten. Das Unternehmen ist derzeit hoch bewertet und bereitet einen IPO vor.
Die Trump-Administration hat in ihrer zweiten Amtszeit bereits Beteiligungen an strategisch wichtigen Technologieunternehmen wie Intel und IBM sowie in den Bereichen Seltene Erden und Quantencomputing aufgebaut.
Quelle: TechCrunch AI
FAQ
1. Handelt es sich bereits um eine beschlossene staatliche Beteiligung?
Nein. Es handelt sich um laufende Gespräche und eine Prüfung. Es wurden noch keine offiziellen Investitionsbedingungen festgelegt.
2. Welche Struktur hat OpenAI derzeit?
OpenAI besteht aus der gemeinnützigen OpenAI Foundation und der gewinnorientierten OpenAI Group PBC. Die Foundation kontrolliert die Group und hält eine Beteiligung, während Microsoft und weitere Investoren weitere Anteile halten.
3. Gibt es Gegenpositionen zu dem Vorhaben?
Ja. Senator Bernie Sanders plant einen Gesetzentwurf für einen stärkeren staatlichen Zugriff. Tech-Investor David Sacks warnt vor einer „Nationalisierung der KI“ und möglichen negativen Auswirkungen auf Innovation und Freiheit.