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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

Mercor-Gründer Brendan Foody kritisiert Sequoia Capital wegen Dual-Pricing-Bewertungstricks

Brendan Foody, Mitbegründer und CEO der KI-Talentplattform Mercor, hat Sequoia Capital öffentlich vorgeworfen, ein „Dual-Pricing“-Schema bei Investitionen in KI-Startups anzuwenden.

Laut Foody investiert Sequoia gleichzeitig zu zwei unterschiedlichen Bewertungen: Der Großteil des Kapitals fließt zu einem deutlich niedrigeren Preis, während ein kleinerer Teil zu einer hohen „Headline“-Bewertung formalisiert wird. Diese höhere Bewertung werde öffentlich kommuniziert und erzeuge ein irreführendes Bild des Markterfolgs.

Als konkretes Beispiel nannte Foody das Startup Serval. Dort wurde eine Finanzierungsrunde von 75 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar bekannt gegeben. Sequoias tatsächlicher Einstiegspreis soll jedoch bei 400 Millionen US-Dollar gelegen haben. Ein vergleichbares Muster wurde beim Startup Aaru beobachtet.

Shaun Maguire, Partner bei Sequoia, wies die Vorwürfe zurück. Er bezeichnete die Praxis als notwendige „Marktrealität“, um Beziehungen aufrechtzuerhalten, wenn andere Investoren bereit seien, überhöhte Preise für KI-Startups zu zahlen. Die Bezeichnung „Sequoia-Betrug“ nannte er unfair.

Foody selbst räumte ein, dass nicht nur Sequoia, sondern mehrere Investoren diese Struktur nutzen. Investor Nathan Benaich verteidigte die Vorgehensweise ebenfalls als gängige Branchenpraxis.

Kritiker sehen in der Methode eine potenzielle Täuschung weniger erfahrener Investoren und Mitarbeiter, da die Headline-Bewertung den tatsächlichen durchschnittlichen Einstiegspreis des Lead-Investors verschleiert.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

Was versteht man unter Dual-Pricing im Venture-Capital-Kontext?
Dual-Pricing beschreibt die Aufteilung einer Investition in zwei Tranchen mit unterschiedlichen Bewertungen. Ein Großteil des Kapitals wird zu einer niedrigeren Bewertung eingesetzt, ein kleinerer Teil zu einer hohen öffentlichen Headline-Bewertung.

Welche Position vertritt Sequoia Capital zu den Vorwürfen?
Partner Shaun Maguire bezeichnet die Praxis als Marktrealität ohne Täuschungsabsicht. Sequoia sei gezwungen, Kapital aufzuteilen, wenn andere Investoren extrem hohe Preise für KI-Startups akzeptieren.

Was ist Mercor und welche Technologie setzt das Unternehmen ein?
Mercor ist eine KI-Talentplattform, die Unternehmen mit geprüften Experten zur Bewertung und Schulung von KI-Systemen verbindet. Das Unternehmen nutzt Large Language Models (LLMs), um Lebenslaufprüfungen, Interviews und Leistungsprognosen zu automatisieren und liefert KI-Trainingsdaten an Unternehmen wie OpenAI und Nvidia.