Bristol Myers Squibb (BMS) erweitert seine KI-Infrastruktur durch die Implementierung eines zweiten NVIDIA DGX SuperPODs. Das neue System basiert auf acht NVIDIA DGX Vera Rubin NVL72 Systemen und wird als die fortschrittlichste und energieeffizienteste KI-Anlage in den Biowissenschaften positioniert.
Jedes DGX Vera Rubin NVL72 System integriert 72 NVIDIA Rubin GPUs und 36 NVIDIA Vera CPUs. Die Plattform soll eine erhebliche Steigerung der Leistung pro Megawatt gegenüber der vorherigen Infrastruktur ermöglichen. Die Auslieferung der Einheiten durch NVIDIA ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen; die Inbetriebnahme ist für Januar 2027 geplant.
Systemarchitektur und Schnittstellen
Die Erweiterung verbindet den neuen SuperPOD mit dem bestehenden DGX SuperPOD zu einer einheitlichen, global zugänglichen Datenplattform. Diese Plattform wird über NVIDIA Mission Control verwaltet, um Betriebskomplexität zu reduzieren und Ausfallzeiten zu minimieren.
Zentraler Bestandteil ist das NVIDIA BioNeMo Agent Toolkit. Es stellt KI-Agenten domänenspezifische Werkzeuge für Biologie-, Chemie-, Genomik- und Medikamentenentwicklungs-Workflows zur Verfügung, einschließlich Proteinstrukturvorhersage und Molekülgenerierung. Die Architektur unterstützt agentic workflows, die über organisatorische Silos hinweg lernen und Wissenschaftler mit quantitativen Erkenntnissen ergänzen.
Strategische Ausrichtung
BMS verfolgt eine "Predict First"-Strategie, bei der KI/ML eingesetzt wird, um den Erfolg oder Misserfolg von Medikamentenkandidaten frühzeitig zu bewerten. Die erweiterte Rechenkapazität soll schnellere Forschungszyklen, die Exploration größerer chemischer Räume und eine Verlagerung der wissenschaftlichen Arbeit von logistischen Engpässen hin zur eigentlichen Forschung ermöglichen.
Erin Davis, Vice President of Research Business Insights and Technology bei BMS, betont die Demokratisierung des Zugangs: „Anstatt einer kleinen Gruppe von Forschern Zugang zum Supercomputer zu ermöglichen, öffnen wir ihn buchstäblich jedem Wissenschaftler. Niemand muss warten, und niemandem wird gesagt, dass er ein Limit hat.“
Robert Plenge, Executive Vice President und Chief Research Officer bei Bristol Myers Squibb, unterstreicht die Notwendigkeit einer skalierbaren Infrastruktur, um KI in messbare Ergebnisse für Patienten zu überführen.
Branchenkontext
Die Investition positioniert BMS im Wettbewerb um führende KI-Infrastruktur in der Pharmaindustrie, nach vergleichbaren Initiativen anderer Unternehmen.
Quelle: NVIDIA Blog
FAQ
Welche Hardware bildet das Kernstück des neuen SuperPODs?
Acht NVIDIA DGX Vera Rubin NVL72 Systeme, die jeweils 72 Rubin GPUs und 36 Vera CPUs kombinieren.
Welche Software-Plattform ermöglicht die agentenbasierten wissenschaftlichen Workflows?
Das NVIDIA BioNeMo Agent Toolkit, das KI-Agenten spezialisierte Tools für Biologie, Chemie und Medikamentenentwicklung bereitstellt.
Wie verändert die neue Infrastruktur den Zugang für BMS-Wissenschaftler?
Der Supercomputer wird global und ohne Nutzungslimits oder Wartezeiten für jeden Wissenschaftler im Unternehmen zugänglich gemacht.
