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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

Der KI-Friedhof: Apples verzögerte Siri und OpenAIs chaotische Super-App

Der KI-Friedhof: Apples verzögerte Siri und OpenAIs chaotische Super-App

Die von TechCrunch AI geführte Liste „The AI graveyard“ dokumentiert KI-Projekte und Startups, die entweder eingestellt wurden oder die gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnten. Zwei aktuelle Fälle aus der Liste illustrieren systemische Herausforderungen bei der Integration komplexer KI-Systeme in bestehende Architekturen.

Apples mehrfach verschobene Siri-Überarbeitung

Apple steht seit dem Erscheinen von ChatGPT 2022 unter erheblichem Druck, seine Sprachassistentin grundlegend zu modernisieren. Die angestrebte neue Siri soll natürlicher, relevanter und persönlicher agieren und freie Anfragen verarbeiten können, indem sie auf persönliche Daten aus E-Mails, Kalender, Kontakten und Fotos zugreift.

Interne Tests ergaben jedoch eine Genauigkeit von lediglich 66 bis 80 Prozent. Latenz, Datenzugriffsfragen und Genauigkeitsprobleme führten zu wiederholten Verzögerungen. Ursprünglich für iOS 18.5 geplant, wurde der Release schrittweise auf iOS 19, dann auf das Jahr 2026 und schließlich auf Ende 2026 verschoben. Apple-Führungskräfte, darunter Robby Walker und John Giannandrea, kritisierten intern die Integration von altem und neuem Code sowie den Mangel an Tempo bei generativer KI.

Auf der WWDC 2024 kündigte Apple eine Partnerschaft mit OpenAI an, um ChatGPT für komplexe Anfragen einzubinden. Auch diese Funktion wurde verschoben.

OpenAIs chaotischer Super-App-Rollout

Am 9. Juli 2026 veröffentlichte OpenAI eine stark überarbeitete Desktop-Version von ChatGPT, intern „Aria“ genannt. Die als „Super-App“ konzipierte Anwendung integrierte ChatGPT, das Coding-Tool Codex und einen neuen „Work“-Modus.

Nutzer berichteten von einer unintuitiven Oberfläche mit verwirrenden Tabs, Dropdown-Menüs und einem schwer verständlichen Wechsel zwischen „Chat“ und „Work“. OpenAI-Präsident Greg Brockman bezeichnete die App als „ziemlich chaotisch“ und stimmte der Kritik der Journalistin Joanna Stern zu. Er kündigte ein tab-freies Redesign bis Ende 2026 an.

Zusätzlich stellte OpenAI seinen KI-gestützten Webbrowser ChatGPT Atlas, der im Oktober 2025 gestartet war, bereits im Juli 2026 wieder ein und integrierte Teile davon in die Desktop-App. Im September 2026 entschuldigte sich Sam Altman für einen weiteren „chaotischen“ Rollout von GPT-6 Astra.

Strukturelle Gründe für das Scheitern von KI-Initiativen

Viele KI-Projekte scheitern an unklaren strategischen Zielen, mangelnder Datenqualität, unrealistischen Erwartungen, technischen Grenzen, Qualifikationslücken, ethischen Problemen oder ungünstigen Unit Economics. Die Liste des AI graveyards zeigt, dass selbst hochfinanzierte Vorhaben wie Argo AI, Olive AI, Inflection AI oder Stability AI an diesen Schnittstellen scheitern können.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

Warum wird die neue Siri so stark verzögert?
Interne Tests zeigten unzureichende Genauigkeit (66–80 %) sowie Probleme bei Latenz und Datenzugriff. Die Integration von Legacy-Code mit neuer generativer KI erwies sich als komplexer als erwartet.

Was war das Hauptproblem beim Start der OpenAI Super-App?
Die Kombination mehrerer Modi (Chat, Work, Codex) in einer einzigen Oberfläche führte zu einer unintuitiven Benutzerführung mit zu vielen Tabs und Menüs, was breite Nutzerunzufriedenheit auslöste.

Welche allgemeinen Ursachen führen zum Scheitern von KI-Projekten?
Häufige Gründe sind unklare Geschäftsziele, schlechte Datenqualität, überzogene Erwartungen, technische Infrastrukturdefizite, fehlende Fachkräfte und ungünstige wirtschaftliche Kennzahlen.