General Intuition sichert 320 Millionen Dollar bei 2,3 Milliarden Bewertung
General Intuition, ein KI-Forschungslabor mit Sitz in New York, hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 320 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Bewertung des Unternehmens liegt bei 2,3 Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von Khosla Ventures angeführt.
Zu den weiteren Investoren zählen General Catalyst, Hedosophia, Jeff Bezos, Eric Schmidt, Nico Rosberg sowie Mitbegründer von Remote und Cradle und Forscher von Google DeepMind und MIT.
Gründer und technologischer Fokus
CEO Pim de Witte, Mitbegründer der Gaming-Plattform Medal, leitet das Unternehmen. Die Mitbegründer Eloi Alonso, Adam Jelley und Vincent Micheli bringen Expertise in Weltmodellierung und diffusionsbasierter Simulation mit.
Das Unternehmen entwickelt KI-Agenten und Weltmodelle mit dem Ziel, menschenähnliche Intuition für reale Umgebungen zu erzeugen, mit besonderem Fokus auf Robotik. Die Agenten sollen in der Lage sein, wahrzunehmen, vorherzusagen und zu handeln.
Datengrundlage aus Videospielen
Das Training basiert auf Milliarden von First-Person-Videoclips der Schwesterplattform Medal. Die Plattform hat über 10 Millionen monatlich aktive Nutzer und generiert jährlich etwa 2 Milliarden Videoclips.
Diese Daten erfassen räumliches Denken, Timing und Entscheidungsfindung aus einer interaktiven Ego-Perspektive. Im Gegensatz zu rein textbasierten Modellen bieten sie einen spezifischen Datensatz für die Entwicklung physischer KI.
General Intuition wurde im Oktober 2025 als Spin-off von Medal gegründet, nachdem ein Übernahmeangebot von OpenAI im Jahr 2024 abgelehnt wurde.
Geschäftsmodell und Infrastruktur
Das Geschäftsmodell folgt dem Prinzip „Vision in, Actions out“. Das Unternehmen plant, fertige KI-Agenten als Produkt anzubieten. Die aktuelle Finanzierung soll primär für den Ausbau der Recheninfrastruktur (GPUs) genutzt werden.
Das Team umfasst derzeit 25 Mitarbeiter. General Intuition hat zugesagt, menschliche Arbeitskräfte nicht durch KI zu ersetzen. Das Unternehmen befindet sich in Gesprächen für eine Series-B-Runde.
Quelle: TechCrunch AI
FAQ
Was ist das Kerngeschäft von General Intuition?
Die Entwicklung von KI-Agenten und Weltmodellen, die auf First-Person-Videospieldaten trainiert werden, um Wahrnehmung, Vorhersage und Handlung in realen Umgebungen zu ermöglichen – insbesondere für die Robotik.
Warum sind Videospieldaten für dieses Vorhaben relevant?
Sie liefern interaktive, raum-zeitliche und physikalische Informationen aus einer Ego-Perspektive, die über die Fähigkeiten rein textbasierter Sprachmodelle hinausgehen.
Welche strategische Entscheidung traf CEO Pim de Witte 2024?
Er lehnte ein Übernahmeangebot von OpenAI über 500 Millionen US-Dollar für die Plattform Medal ab und gründete später General Intuition als eigenständiges Unternehmen.