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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

KPMG zieht KI-Bericht wegen Halluzinationen zurück

KPMG zieht KI-Bericht wegen Halluzinationen zurück

KPMG International hat einen im Oktober 2025 veröffentlichten Bericht mit dem Titel "Total Experience: Redefining Excellence in the Age of Agentic AI" von seinen Webseiten entfernt. Der Rückzug erfolgte am 12. Juni 2026.

Die Ungenauigkeiten wurden durch GPTZero, ein Unternehmen für KI-Erkennungssoftware, aufgedeckt und von der Financial Times verifiziert. Von 45 Zitaten im Bericht entsprachen nur fünf präzise realen, unverfälschten Quellen. 28 Zitate paraphrasierten oder ergänzten reale Quellen fehlerhaft. Zwölf Zitate waren zu vage, um eine Quelle eindeutig zuzuordnen. Etwa die Hälfte der durch die Zitate gestützten Aussagen erwies sich als falsch oder falsch zugeordnet.

GPTZero prägte den Begriff "Vibe Citing" für die Erzeugung gefälschter Referenzen durch generative KI.

Betroffene Organisationen wie UBS, Swiss Federal Railways (SBB), Transport for London (TfL), NHS Greater Manchester und Emirates erklärten die im Bericht zugeschriebenen KI-Anwendungen als sachlich falsch, nicht zutreffend oder irreführend. Der Bericht enthielt zudem veraltete Informationen und widersprach internen KPMG-Daten.

Ein KPMG-Sprecher erklärte, das Unternehmen nehme Genauigkeit und Integrität ernst. Der Bericht wurde entfernt und die Umstände der Veröffentlichung werden geprüft. KPMG erwartet von seinen Mitarbeitern die Einhaltung von Richtlinien für verantwortungsvollen KI-Einsatz, einschließlich menschlicher Aufsicht und Quellenvalidierung.

Dieser Fall reiht sich ein in ähnliche Vorfälle bei EY und der Kanzlei Sullivan & Cromwell. Edward Tian, CEO von GPTZero, sieht das Problem kurzfristig noch zunehmen.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

Warum hat KPMG den Bericht zurückgezogen?
Der Bericht enthielt zahlreiche KI-generierte Halluzinationen in Form falscher oder erfundener Zitate und Aussagen über KI-Nutzung bei namhaften Unternehmen und Institutionen.

Was bedeutet "Vibe Citing"?
Der von GPTZero geprägte Begriff beschreibt die Tendenz generativer KI, Referenzen zu erfinden, die sich lediglich nach dem "Vibe" einer realen Quelle anfühlen, ohne tatsächlich zu existieren.

Welche Konsequenzen hat dieser Vorfall für Beratungsunternehmen?
Er unterstreicht die kritische Notwendigkeit menschlicher Überprüfung bei der Erstellung professioneller Publikationen mit generativer KI und das Risiko der unkontrollierten Verbreitung von Fehlinformationen durch einflussreiche Branchenberichte.