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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

Midjourney fordert umfassende Offenlegung der KI-Nutzung durch Hollywood-Studios

Midjourney fordert umfassende Offenlegung der KI-Nutzung durch Hollywood-Studios

Midjourney ist in einen umfassenden Urheberrechtsstreit mit drei großen Hollywood-Studios verwickelt: The Walt Disney Company, NBCUniversal (einschließlich Universal Pictures und DreamWorks) sowie Warner Bros. Discovery. Die Klagen wurden im Juni und September 2025 eingereicht.

Die Studios werfen Midjourney vor, ihre urheberrechtlich geschützten Charaktere wie Darth Vader, Minions, Superman, Batman und Elsa unrechtmäßig zum Training seiner Bildgenerierungs-Modelle verwendet zu haben. Sie fordern Unterlassung und Schadensersatz.

Midjourney beruft sich in der Verteidigung auf „Fair Use“ und die Doktrin der „Unclean Hands“. Letztere stützt sich auf die Annahme, dass die klagenden Studios selbst urheberrechtlich geschütztes Material für eigene KI-Trainingszwecke nutzen. Um diese Verteidigung zu untermauern, verlangt Midjourney detaillierte Offenlegung interner KI-Aktivitäten der Studios – darunter Geschäftspläne, Forschungsberichte, Trainingsdatensätze, Modellgewichte und Vorstandspräsentationen.

Mitte Juni 2026 beschränkte Magistrate Judge Joel Richlin die Offenlegungspflicht auf verbraucherorientierte KI-Anwendungen und schloss interne sowie experimentelle Systeme aus. Midjourney hat zwischen dem 29. Juni und dem 3. Juli 2026 einen Antrag bei District Judge John Kronstadt gestellt, diese Einschränkung aufzuheben. Das Unternehmen argumentiert, dass gerade die internen Praktiken der Studios für die Bewertung der „Fair Use“- und „Unclean Hands“-Verteidigung relevant seien.

Der Ausgang des Verfahrens könnte die Transparenzanforderungen an Unterhaltungsunternehmen in Urheberrechtsstreitigkeiten im Kontext generativer KI maßgeblich beeinflussen und die Schnittstelle zwischen bestehendem Urheberrecht und KI-Entwicklung neu justieren.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

Welche Verteidigungsstrategie verfolgt Midjourney primär? Midjourney stützt sich auf die „Fair Use“-Doktrin sowie die „Unclean Hands“-Verteidigung, die eine vergleichbare KI-Nutzung durch die klagenden Studios unterstellt.

Welche Informationen fordert Midjourney konkret von den Studios? Gefordert werden KI-Geschäftspläne, Forschungsberichte, Trainingsdatensätze, Modellgewichte und Vorstandspräsentationen zu internen KI-Projekten.

Welche Entscheidung hat der Magistrate Judge im Juni 2026 getroffen? Richter Joel Richlin beschränkte die Offenlegungspflicht auf verbraucherorientierte KI-Anwendungen und schloss interne Entwicklungs- und experimentelle Systeme aus.