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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

New Mexico verurteilt Meta zu zusätzlichen 567 Millionen US-Dollar in Kinderschutzverfahren

New Mexico verurteilt Meta zu zusätzlichen 567 Millionen US-Dollar in Kinderschutzverfahren

Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat Meta Platforms Inc. zu einer zusätzlichen Zahlung von 567 Millionen US-Dollar verurteilt. Damit erhöht sich die Gesamtsumme der verhängten Strafen auf 942 Millionen US-Dollar. Es handelt sich um die bisher höchste Kinderschutzstrafe gegen ein Social-Media-Unternehmen.

Juristische Grundlage und Verfahren

Die Klage des Generalstaatsanwalts Raúl Torrez gegen Meta basierte auf dem State Unfair Practices Act des Bundesstaates. Am 24. März 2026 stellte eine Jury fest, dass Meta gegen dieses Gesetz verstoßen hat. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass das Unternehmen Nutzer über die Sicherheit seiner Plattformen in die Irre geführt, Kinder unzureichend vor schädlichen Inhalten und Raubtieren geschützt und wissentlich die psychische Gesundheit Minderjähriger beeinträchtigt habe.

In der zweiten Phase ordnete Richter Bryan Biedscheid am 7. August 2026 die zusätzlichen 567 Millionen US-Dollar sowie umfangreiche strukturelle Maßnahmen an. Er klassifizierte Meta erstmals als „öffentliches Ärgernis“ und zog einen Vergleich zu Umweltverschmutzung.

Verwendung der Mittel und angeordnete Plattformänderungen

Von den zusätzlichen 567 Millionen US-Dollar fließen 420 Millionen in klinische und verhaltensbezogene Gesundheitsbehandlungen für betroffene Jugendliche. Der verbleibende Betrag wird für Sensibilisierung, Prävention, Screening sowie die Schulung von Lehrern und Fachkräften über einen Zeitraum von fünf Jahren eingesetzt.

Richter Biedscheid ordnete zudem konkrete Änderungen an den Schnittstellen von Instagram und Facebook in New Mexico an:

  • Verbot der Nachrichtenübermittlung von Erwachsenen an Minderjährige
  • Verbot der Darstellung von Nacktheit Minderjähriger
  • Monatliche Nutzungsobergrenze von 90 Stunden für Nutzer unter 18 Jahren
  • Deaktivierung der meisten Push-Benachrichtigungen während Nachtstunden und Schulzeiten
  • Standardmäßiges Ausblenden von „Gefällt mir“-Zahlen (mit elterlicher Ausnahme)
  • Verstärkte Altersverifizierung unter Einbeziehung von KI-gestützten Signalen wie Freundeskreis und Inhaltstypen
  • Erstellung von Informationsbannern zu Schutzfunktionen
  • Verbesserte Schutzmechanismen für KI-Chatbots und Berichtsverarbeitung bei sexuellem Kindesmissbrauch

Reaktion von Meta

Meta hat das Urteil zurückgewiesen und kündigte Berufung an. Das Unternehmen erklärte, es investiere erheblich in Nutzersicherheit und sei transparent bezüglich der Herausforderungen bei der Erkennung schädlicher Inhalte.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

Welche gesetzliche Grundlage lag der Klage zugrunde?
Die Klage basierte auf dem State Unfair Practices Act des Bundesstaates New Mexico. Die Jury sprach eine zivilrechtliche Strafe aus, während der Richter die zusätzlichen Sanktionen und Verhaltensanordnungen erließ.

Wofür wird der Großteil der zusätzlichen Strafe verwendet?
420 Millionen US-Dollar sind für klinische und verhaltensbezogene Behandlungen geschädigter Jugendlicher vorgesehen. Der Rest dient Prävention, Sensibilisierung und der Ausbildung von Fachkräften.

Welche strukturellen Änderungen muss Meta in New Mexico umsetzen?
Das Urteil schreibt mehrere Schnittstellen- und Systemänderungen vor, darunter strikte Kontaktbeschränkungen zwischen Erwachsenen und Minderjährigen, Nutzungsobergrenzen, veränderte Benachrichtigungslogik und eine verbesserte, KI-gestützte Altersverifizierung.