NVIDIA erweitert den Zugang zu fortschrittlicher Technologie für Europas wissenschaftliche Gemeinschaft durch offene Lernressourcen, Kooperationen und Rechenleistung. Dies geschieht im Rahmen der von der Europäischen Kommission gestarteten Pilotphase der „AI in Science Enablers Initiative“, die mit dem virtuellen europäischen Institut RAISE verbunden ist.
Technologische Schnittstellen und Ressourcen
NVIDIA stellt beschleunigte Tools, Modelle und Plattformen bereit. Dazu zählen über 250 offene Modelle, über 250 offene Datensätze und mehr als 1.400 Open-Source-Softwareprojekte auf Plattformen wie Hugging Face und GitHub. Diese Ressourcen decken Bereiche wie große Sprachmodelle, Gesundheitswesen, Robotik, Klimawissenschaft und physikalische KI ab.
Spezifische Bibliotheken und Mikrodienste wie NVIDIA Nemotron, BioNeMo Agent Toolkit, PhysicsNeMo, Earth-2-Modelle und ALCHEMI NIM sollen die Forschung in Biologie, Chemie, Moleküldesign, Wetter- und Klimaforschung sowie Physik und Materialwissenschaften unterstützen.
Kompetenzaufbau und offene Bildung
Das NVIDIA Deep Learning Institute hat einen neuen Open-Source-Kursmaterial-Hub gestartet. Dieser bietet frei lizenzierte, herunterladbare Kursmaterialien zu beschleunigtem Computing und Deep Learning, die für universitäre Lehrpläne und Entwickler-Bootcamps genutzt werden können.
Recheninfrastruktur und europäische KI-Fabriken
NVIDIA kooperiert mit Cloud-Partnern und nationalen KI-Fabriken, um Startups und KMU Zugang zu europäischer Rechenleistung zu ermöglichen. Das NVIDIA Inception-Programm unterstützt über 4.500 europäische Startups.
Konkrete Partnerschaften bestehen mit der AI Factory France (GENCI), der BSC AI Factory in Barcelona (inklusive MareNostrum 5 mit Blackwell-Aufrüstung), der Sweden AI Factory sowie EuroHPC-Zentren wie CINECA (Italien) und dem Jülich Supercomputing Centre (JUPITER). Letzteres nutzt NVIDIA-Technologie für Europas ersten Exascale-Supercomputer. CINECA integriert eine Quantenverarbeitungseinheit mit NVIDIA CUDA-Q.
Derzeit befinden sich 35 NVIDIA AI HPC-Supercomputer in 23 europäischen Ländern in Entwicklung. Diese Systeme, größtenteils auf Blackwell- und Hopper-Plattformen basierend, sollen Forschende mit Infrastruktur der nächsten Generation versorgen.
NVIDIA ist zudem Mitorganisator eines europäischen KI-Hackathons, der vom 6. bis 29. Oktober 2026 stattfindet.
Die Ankündigungen erfolgten auf dem AI in Science Summit (AIS26) in Dublin.
Quelle: NVIDIA Blog
FAQ
Welche offenen Ressourcen stellt NVIDIA der europäischen Wissenschaft zur Verfügung?
NVIDIA hat über 250 offene Modelle, über 250 offene Datensätze und mehr als 1.400 Open-Source-Projekte veröffentlicht, ergänzt durch spezialisierte Frameworks wie PhysicsNeMo, BioNeMo und Earth-2.
Wie unterstützt NVIDIA den Kompetenzaufbau?
Durch den neuen Open-Source-Kursmaterial-Hub des NVIDIA Deep Learning Institute, der frei nutzbare Materialien zu beschleunigtem Computing und Deep Learning bereitstellt.
Welche Rolle spielen die europäischen KI-Fabriken?
Sie dienen als Schnittstellen zwischen souveräner europäischer Recheninfrastruktur und dem NVIDIA-Ökosystem, um Startups, KMU und Forschungseinrichtungen skalierbaren Zugang zu GPU- und KI-Ressourcen zu gewähren.
