NVIDIA beschleunigt den Entwurf seiner zukünftigen CPUs und GPUs durch den Einsatz der eigenen Vera CPU. Das Unternehmen optimiert zugleich Electronic-Design-Automation(EDA)-Workflows in Kooperation mit den führenden Anbietern Cadence und Synopsys.
Die Vera CPU dient dabei intern als Rechenplattform für anspruchsvolle EDA-Aufgaben. Erste Ergebnisse zeigen eine bis zu 1,5-fache Leistungssteigerung bei ausgewählten Workloads der Cadence Jasper Formal-Verifikationsplattform und der Synopsys VCS funktionalen Verifikationslösung.
Kritische EDA-Schritte wie Logiksimulation, formale Verifikation und Teile der digitalen Implementierung bleiben stark von CPU-Leistung abhängig. Die Vera CPU adressiert diese Anforderungen mit schnellen Einzelkernen, hohem Speicherdurchsatz und effizienter Kern-zu-Kern-Kommunikation.
Die Architektur basiert auf dem intern entwickelten Olympus-Kern (Arm v9.2-A), umfasst 88 Kerne mit 176 Hardware-Threads, ein LPDDR5X-Speichersubsystem mit bis zu 1,5 TB Kapazität und 1,2 TB/s Bandbreite sowie ein zweites NVIDIA Scalable Coherent Fabric mit bis zu 3,4 TB/s Kern-zu-Kern-Bandbreite. Die CPU ist für Agentic AI, Reinforcement Learning und hochparallele Analysen konzipiert.
NVIDIA schafft durch den Einsatz der Vera CPU im eigenen Chip-Design einen kontinuierlichen Feedback-Loop zwischen Silizium-Entwicklung, Software-Optimierung und System-Engineering. Die nächste CPU-Generation mit dem Rigel-Kern (Rosa CPU) ist bereits in Planung.
Quelle: NVIDIA Blog
FAQ
Welche EDA-Tools wurden für die Vera CPU optimiert?
Cadence Jasper (formale Verifikation) und Synopsys VCS (funktionale Verifikation).
Welche Leistungsverbesserung wurde bei ausgewählten Workloads gemessen?
Bis zu 1,5-fache Leistungssteigerung gegenüber vorherigen Plattformen.
Welche Kern-Architektur verwendet die Vera CPU?
Den intern entwickelten NVIDIA Olympus-Kern auf Basis von Arm v9.2-A mit 88 Kernen und 176 Threads.
