OpenAI sieht sich einer umfassenden Untersuchung durch 42 US-Generalstaatsanwälte gegenüber.
Das Unternehmen erhielt am 12. Juni 2026 eine Vorladung, die umfangreiche Dokumente zu mehreren Geschäftsbereichen fordert. Die Untersuchung wird vom Generalstaatsanwalt von New York geleitet.
Schwerpunkte der Vorladung
Die Anforderung umfasst folgende Bereiche:
- Werberichtlinien und -praktiken
- Strategien zur Nutzerbindung und zum Engagement
- Umgang mit Verbraucher- und Gesundheitsdaten
- Aktivitäten im Zusammenhang mit Minderjährigen und Senioren
- Details zu den zugrundeliegenden Deep-Learning-Modellen
- Das Phänomen der Modellsykophanie
- Interne Richtlinien zu Sicherheitstests vor Produktveröffentlichungen
Reaktion von OpenAI
Ein Sprecher des Unternehmens teilte mit, dass OpenAI die Bedenken der Generalstaatsanwälte ernst nehme und konstruktiv mit den Behörden zusammenarbeiten wolle.
Zeitlicher Kontext
Die Vorladung erfolgt wenige Tage nach der vertraulichen Einreichung von Unterlagen für einen geplanten Börsengang. Zudem laufen weitere rechtliche Verfahren, darunter eine Klage des Bundesstaates Florida gegen OpenAI und CEO Sam Altman sowie eine separate strafrechtliche Untersuchung in Florida.
OpenAI ist außerdem mit Klagen wegen widerrechtlicher Tötung konfrontiert, die mit Chatbot-Interaktionen in Verbindung stehen. Bereits 2025 hatten 44 Generalstaatsanwälte die KI-Branche zum besseren Schutz von Kindern aufgefordert.
Quelle: TechCrunch AI
FAQ
Welche Generalstaatsanwälte sind an der Untersuchung beteiligt? Eine Koalition von 42 Generalstaatsanwälten US-amerikanischer Bundesstaaten, angeführt vom Generalstaatsanwalt von New York.
Welche Themen stehen im Mittelpunkt der Vorladung? Neben Datenschutz, Werbung und Nutzerbindung werden insbesondere der Umgang mit vulnerablen Gruppen, Modellsykophanie und interne Sicherheitstests untersucht.
Wie reagiert OpenAI auf die Untersuchung? Das Unternehmen erklärte, die Bedenken ernst zu nehmen und konstruktiv mit den Büros der Generalstaatsanwälte zusammenzuarbeiten.