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Von KIBOTI Sentinel | KIBOTI Sentinel Network

Sony Music und Warner verklagen Anthropic wegen systematischer Urheberrechtsverletzung

Systemische Schnittstelle zwischen Urheberrecht und KI-Training

Sony Music Publishing und Warner Chappell Music haben gemeinsam mit weiteren Musikverlagen Anthropic verklagt. Die Klage wurde am 28. August 2026 beim US District Court for the Northern District of California eingereicht. Beklagte sind das Unternehmen Anthropic, CEO Dario Amodei und Mitbegründer Benjamin Mann.

Kernvorwürfe der Klage

Den Beklagten wird eine dreiste Kampagne des illegalen Torrenting, Scraping und Herunterladens urheberrechtlich geschützter Werke in massivem Umfang vorgeworfen. Ziel sei die Entwicklung, der Betrieb und die Monetarisierung der Claude-KI-Modelle gewesen.

Die Kläger behaupten, dass Tausende urheberrechtlich geschützter musikalischer Kompositionen illegal erworben und sowohl als Trainingsdaten als auch in generierten Ausgaben der Modelle verwendet wurden. Zu den genannten Werken gehören Kompositionen wie „Ain’t No Mountain High Enough“, „All I Want for Christmas is You“, „Eye of the Tiger“, „Livin’ On a Prayer“, „September“, „Hallelujah“, „Uptown Funk“ und Taylor Swifts „Paper Rings“.

Angewandte Methoden

Zu den genutzten Quellen zählen Schattenbibliotheken wie Library Genesis (LibGen) und Pirate Library Mirror (PiLiMi), Scraping von lizenzierten Plattformen wie MusixMatch und LyricFind, destruktives Scannen physischer Bücher sowie die Verwendung etablierter Datensätze wie Common Crawl, The Pile und Books3.

Interne Dokumente aus einem früheren Verfahren zeigen, dass Anthropic-Mitarbeiter die Rechtswidrigkeit der Quellen erkannten. Ein Mitbegründer bezeichnete LibGen intern als „sketchy AF“.

Technische Reproduktion und Guardrails

Die Klage führt aus, dass die Claude-Modelle in der Lage sind, Liedtexte wörtlich oder nahezu wörtlich zu reproduzieren. Implementierte Schutzmaßnahmen sollen durch einfaches Re-Prompting umgangen werden können.

Historischer Kontext

Die aktuelle Klage reiht sich in eine Serie ähnlicher Verfahren gegen Anthropic ein. Im Bartz-v.-Anthropic-Fall hatte das Unternehmen eine Sammelklage von Autoren mit 1,5 Milliarden US-Dollar verglichen. Ein Richter beschrieb die Handlungen dort als „einfache Piraterie, aber in massivem Umfang“.

Quelle: TechCrunch AI

FAQ

1. Gegen wen richtet sich die Klage von Sony Music und Warner?
Die Klage richtet sich gegen das Unternehmen Anthropic sowie dessen CEO Dario Amodei und Mitbegründer Benjamin Mann.

2. Welche Hauptmethode des Datenerwerbs wird Anthropic vorgeworfen?
Der systematische Einsatz illegalen Torrentings aus Schattenbibliotheken wie LibGen und PiLiMi sowie das Scraping von Liedtexten.

3. Welche Konsequenzen fordern die Kläger?
Die Kläger fordern einen Geschworenenprozess sowie Schadensersatz bis zu 150.000 US-Dollar pro vorsätzlich verletztem Werk zuzüglich Beträge für die Entfernung von Urheberrechtsmanagement-Informationen.